Fortunat Frölich

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Pressestimmen KKL Luzern

“Luege, was der Mond so macht“

Ins blaue Wunderland gelangt man nur mit geschlossenen Augen. Rund tausend Kinder traten
zusammen mit Linard Bardill und dem blauen Wunderlandorchester die abenteuerliche Reise an.
Wenn Linard Bardill und das blaue Wunderlandorchester diesen Herbst auf ihrer Tournee eine
Auswahl der schönsten Lieder aus „Luege, was der Mond so macht“ spielen, so strömen nicht nur die
Kleinsten in Scharen herbei. Im bis unters Dach ausverkauften KKL Luzern applaudierten am Sonntag
1800 kleine und grosse Fans begeistert, als sich Linard Bardill in rosaroter Kutte unters blaue
Wunderlandorchester mischte. Von Anfang an zog Liedermacher und Geschichtenerzähler Bardill die
Zuhörer in seinen Bann.

Mitsingen statt stillsitzen

Nicht stillsitzen und ruhig zuhören war gefordert, im Gegenteil. Schon beim ersten Stück, dem „Sunne-
Lied“, stimmten die Kinder voll mit ein, denn Text und Musik sind den meisten gut bekannt. Bardills
Lieder haben in den letzten Jahren die Schweizer Kinderstuben und Schulzimmer in sanftem Sturm
erobert. Allein in der Deutschschweiz hat sich „Luege, was der Mond so macht“ über 40 000 mal
verkauft. Während des gesamten rund 90 Minuten langen Programms kam für keinen Moment
Langeweile auf. Zum letzten Stück versammelten sich die Kinder zum lautstarken Mitsingen gar auf
der Bühne. Mit dabei waren auch die 8-Jährige Aimée Köfler und und ihre zehn Jahre alte Schwester
Desirée. „Am besten gefiel mir das Schlaflied für den Brummbär,“ erklärte die begeisterte Aimée mit
grossen blauen Augen. Desirée spielt selber Klavier und Aimée Xylophon. „Vielleicht werden wir auch
mal Musikerinnen,“ erzählten sie.
Fortunat Frölich, Dirigent des Wunderlandorchesters, hat die von Linard Bardill komponierten
Kinderlieder für Orchester arrangiert. Das Wunderlandorchester selber setzt sich aus einer Gruppe
von 22 Streichern aus den besten klassischen Orchestern der Schweiz zusammen. Dass die Kinder
schon sehr früh auf unkomplizierte, spielerische Weise mit klassischer Musik in Kontakt kommen, liegt
Linard Bardill, der schon zahlreiche Auszeichnungen erhielt (u. a. den Schweizer Märchenoskar „ds
Goldige Chrönli“) besonders am Herzen.

Einstiegsdroge für kleine Klassikfreunde

„Meine Lieder und Geschichten sind sowas wie die „Einstiegsdroge“, die Kindern helfen soll, die
Hemmschwelle vor der klassischen Musik zu überwinden,“ erklärte Bardill. Kinder und ihre Familien
seien zudem das schönste und dankbarste Publikum, das man sich wünschen könne. Trotzdem
überrascht es, wie Bardill es schafft, auch in den grössten Konzerthallen der Schweiz sofort den Draht
zum Publikum zu finden und so etwas wie ein heimeliges Zusammengehörigkeitsgefühl aufleben zu
lassen. „Das sechste Konzert der Tournee hier im KKL bot von den Ausmassen der Räumlichkeiten
her sogar eine besondere Herausforderung,“ betonte Veranstalter Michael Furler. Eine
Herausforderung, die Linard Bardill hervorragend gemeistert hat. „Vom Publikum, der Atmosphäre und
den akustischen Verhältnissen her war dies für mich ein absoluter Höhepunkt,“ zog Bardill nach dem
Konzert begeistert Bilanz. „Luzern hat wirklich den Rolls-Royce unter den Konzertsälen.“